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«Erbe und Berufung»

Aktualisiert: 29. Apr.

Internationale historische Konferenz anlässlich des 100. Gründungsjubiläums der Deutschen Diözese der ROKA


Наследие и Призвание

Vom 6. bis 8. Mai 2026 findet in München eine internationale wissenschaftliche Konferenz statt, die dem hundertjährigen Bestehen der Deutschen Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland gewidmet ist. Ihre Aufgabe ist es, den historischen Weg der Diözese umfassend nachzuvollziehen sowie aktuelle Herausforderungen und Perspektiven für ihre weitere Entwicklung zu diskutieren. Die methodologische Grundlage der Konferenz besteht in einer objektiven Auswertung der Gesamtheit verfügbarer Quellen in ihrem historischen und kirchlichen Kontext. An der Konferenz nehmen führende Wissenschaftler aus dem Bereich der russischen Kirchengeschichte teil. Als Partner der Konferenz fungiert das Portal ROCOR Studies, dessen Aufgabe es ist, akademische Kompetenz und internationale Forschungskooperationen zu fördern.

Die Konferenz findet in den Sälen des historischen Schlosses Blutenburg in unmittelbarer Nähe des Klosters des Heiligen Hiob von Pochaev in München statt. In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, darunter alle Hierarchen der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland, werden an drei Tagen über zwanzig Vorträge von Forschern zur Geschichte und Theologie der Russischen Kirche im Ausland zu hören sein.

Im Rahmen der Veranstaltung wird eine Jubiläumsausstellung eröffnet, die den historischen Weg der deutschen Diözese nachzeichnet. Außerdem wird in Zusammenarbeit mit der Kirchenmusikschule der ROKA in Europa ein Chorkonzert von Werken russischer Komponisten aus der kirchlichen Emigration vorbereitet.

Die Vorträge werden auf Russisch und Deutsch verlesen. Simultanübersetzungen in beide Sprachen (und ggf. ins Englische) werden helfen, mögliche Sprachbarrieren zu überwinden.

Die Sitzplätze im Konferenzsaal sind begrenzt. Nach Abzug der Redner und geladenen Gäste können wir lediglich 120 Plätze für das Publikum zur Verfügung stellen. Bitte reservieren Sie daher rechtzeitig.

Unabhängig davon werden Sie online an der Konferenz teilnehmen können. Alle Vorträge und ihre Übersetzungen werden auf YouTube übertragen. Um den Link zu erhalten, müssen Sie jedoch ebenfalls das Anmeldeformular ausfüllen.

Die Anmeldung erfolgt über die Website der Diözese: https://rocor.de/de/konferenz

Konferenzprogramm (Änderungen vorbehalten)

06. Mai 2026

 

Eröffnung und Festakt

15:00

Grußworte des Ersthierarchen der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland und des Metropoliten Mark von Berlin und Deutschland

 

Erzpriester Nikolai Artemoff (München). Überblick über die Geschichte der Deutschen Diözese

 

Bischof Hiob von Stuttgart. Festvortrag: Zwischen Regime-Flucht und kultureller Begegnung, zwischen pastoraler Kontinuität und demographischem Wandel. Die Deutsche Diözese der ROKA in ihrem Selbstverständnis.

 

Empfang

17:00

Austellungseröffnung

17:30

7. Mai 2026

 

I. Die Anfänge der eigenständigen Deutschen Diözese

09:00

Protodiakon Dr. Andrei Psarev (Holy Trinity Orthodox Seminary, Jordanville, NY). Ausgangspunkt – Deutschland. Wissenschaftlicher Diskurs und ehrliche Aufarbeitung der Kirchengeschichte.

 

Dr. Scott Kenworthy (Miami University, USA). The Relationship between Patriarch Tikhon and the Church Abroad and the Establishment of the German Vicariate, 1920-1926. (In englischer Sprache)


Prof. Dr. Andrej Kostrjukov (St.-Tichon-Universität, Moskau). Die Anfänge der Deutschen Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland im Kontext der Auseinandersetzung zwischen dem Bischofssynod und dem Metropoliten Evlogij (Georgievskij).

 

II. Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg (1)

11:15

Prof. Dr. Andrej Ivanov (St. Petersburg). Der Oberste Monarchische Rat und die Russische Orthodoxe Kirche in Deutschland in den 1920er Jahren.

 

Dr. Dirk Schuster (Universität Wien). Staatliche Beurteilungen zur Deutschen Diözese der Russischen Auslandskirche während der Zeit des ‚Dritten Reichs‘.

 

Erzpriester Nikolai Artemoff (München). Märtyrer Alexander Schmorell und die "Weiße Rose" im Kontext des deutschen Konformismus.


Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg (2)

14:30

Andrei Zolotov (Wien). Bekanntes und Unbekanntes in der Geschichte der Wiener Konferenz von 1943: Die Position der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland zur Legitimität der kirchlichen Autorität in der UdSSR.

 

Dr. Ivan Petrov (St. Petersburg). Zwangsrepatrieerung in die Sowjetunion und der Widerstand der Deutschen Diözese.

 

III. Nachkriegszeit, Kalter Krieg (1)

16:15

Anatolij Kinstler, Archivar der Deutschen Diözese. Die Deutsche Diözese im Nachkriegsdeutschland (1945 – 1951): ihr rechtlicher Status und ihre institutionelle Ausformung.

 

Prof. Dr. Alexander Kornilov (Nizhny Novgorod). Das Wirken des Klerus der Deutschen Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (1945–1951).

 

Protodiakon Varfolomej Bazanov (München). Gemeinden, Personen und Geschichten der Nachkriegszeit. Die russisch-orthodoxe Gemeinde in München als Raum des Glaubens, der Erinnerung und des Gemeindelebens.

 

Konzert: Russische Kirchenmusik der Emigration

Katholische Pfarrkirche Leiden Christi, Grandlstraße 8, 81247 München

(fußläufig von der Konferenz zu erreichen)

19:30

8. Mai 2026

 

Nachkriegszeit, Kalter Krieg (2)

09:00

Prof. Dr. Alexander Slesarev (Minsk). Der Weißrussische und Ukrainische Episkopat in der Deutschen Diözese der ROKA.

 

Erzpriester Dr. Dimitrij Svistov (Saarbrücken). Die Auslegung des Gesetzes vom 25. Februar 1938 im Kontext der Gerichtsverfahren zwischen dem Moskauer Patriarchat und der Russischen Auslandskirche in den Jahren 1945–2007.

 

Erzpriester Nikolai Artemoff (München). Die Beteiligung der Deutschen Diözese an den Parallelstrukturen der ROKA in Russland (1974-1994)

 

IV. Gesellschaftliche, kirchenpolitische und missionarische Tätigkeit der Deutschen Diözese

11:00

Dr. Andrej Fastovskiy (München). Gesprächsrunden zwischen Vertretern der Russischen Auslandskirche und des Moskauer Patriarchats in Deutschland (1993–1997) als Weg zur Überwindung der Spaltung?

 

Erzpriester Radu Constantin Miron (Köln). Anmerkungen zur Beteiligung der Deutschen Diözese an der Ökumenischen Bewegung.

 

PD Dr. Sebastian Rimestad (Leipzig). Die Russische Orthodoxie in Deutschland in der öffentlichen Wahrnehmung (1917 – 1960)


V. Soziologische und kulturelle Themen

14:00

Prof. Dr. Olga Litzenberger (Bayerisches Kulturzentrum der Deutschen aus Russland, Nürnberg). Die "Russlanddeutschen" in den Gemeinden der Deutschen Diözese: Identität und konfessioneller Wandel

 

Erzpriester Dr. Alexander Bertasch (Bremen). Zwei Jahrhunderte russischer Kirchenarchitektur in Deutschland: Von der Zarenzeit bis heute.

 

Bischof Hiob von Stuttgart. Übersetzungen liturgischer Texte ins Deutsche. Von Maltsev bis heute.

 

Abschluss

16:00

„Deutsche“ oder „Russische Orthodoxie im Westen"? Die Orthodoxie im deutschen Kulturraum. Impulsvortrag (Prof. Dr. Stefanos Athanasiou, LMU München) und Podiumsdiskussion.

 

Protodiakon Dr. Andrei Psarev. Abschluss und Resumée

 

Auf Wunsch: Führung durch das Kloster des Hl. Hiob von Počaev

17:30




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