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Christus wird geboren, preiset ihn!

  • Der Bote
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WEIHNACHTSBOTSCHAFT S.E. METROPOLIT MARK

AN DIE GOTTBEHÜTETE HERDE DER DEUTSCHEN DIÖZESE

Die christliche Welt feierte in diesem Jahr das 1700-jährige Jubiläum des Ersten Ökumenischen Konzils. Dieses Konzil verurteilte die arianische Häresie, definierte die Natur Christi als des mit Gott-Vater Wesenseinen wahren Gott, als Gottessohn und Gottmenschen – und offenbarte damit den Sinn und die Bedeutung der Fleischwerdung Gottes. Im Nicänischen Glaubensbekenntnis heißt es von Ihm: „Der für uns Menschen und wegen unseres Heils herabgestiegen und Fleisch geworden ist, Mensch geworden ist, gelitten hat und am dritten Tage auferstanden ist, aufgestiegen ist zum Himmel, kommen wird, um die Lebenden und die Toten zu richten.“

Der Herr kam auf die Erde, um uns das ewige Leben im Guten zu schenken. Und Er sagte: „Niemand ist gut außer Gott allein“ (Mt 19,17). In seiner Menschwerdung ist sein Geheimnis verborgen, für diejenigen aber, die es sehen wollen und an Ihn glauben, ist es offenbar — das Geheimnis seiner Liebe. Vor Ihm und nach Ihm kamen alle möglichen Weisen, Denker und Philosophen, Könige und Führer, Reformatoren und Revolutionäre, die allerlei verschiedene Wohltaten versprachen... Das jedoch, was uns der Sohn Gottes, Christus, gegeben hat, konnte niemand und wird auch niemand je geben können. Mensch geworden, hat der Menschenliebende uns auf seine göttliche Höhe erhoben, göttliches Leben geschenkt – durch Gnade vergöttlicht. Wir können nur dann als Christen leben, wenn wir selbst spüren, dass Er, nur Er und niemand sonst, uns das Gute, Unsterblichkeit und ewiges Leben schenkt. So lebten die Apostel, Märtyrer, Asketen – die Christen aller Zeiten.

Was einen Christen von allen anderen Menschen unterscheidet, ist das Gefühl der Ewigkeit in Christus. In Christus sind wir ewig, unsterblich, durch nichts und niemanden begrenzt. Die heiligen Väter haben uns diese ihre Erfahrung offenbart und im Glaubensbekenntnis klar dargelegt, dass jeder Mensch nur dann gemäß seiner Bestimmung leben kann, wenn er sich bewusst mit Christus und seiner Ewigkeit anfüllt. Jedes Gebet macht den Menschen voll dieser Ewigkeit und zugleich mit göttlichen Kräften. Mit ihnen erfüllen uns umso mehr die heiligen Mysterien der Kirche Christi.

Das Glaubensbekenntnis, das vor 1700 Jahren angenommen und später ergänzt und bestätigt wurde auf einem anderen Ökumenischen Konzil, zeigt uns den Weg zum Leben. Diejenigen, die nicht glauben und sich nicht taufen lassen, bleiben in den Fängen des Todes: Wer nicht glaubt, wird verurteilt werden; wer aber an Christus glaubt, wird gerettet werden (Mk 16,16; Joh 5,17-47), denn der Glaube an Ihn ist Leben. Leben in Ihm und durch Ihn. Durch die Taufe werden wir von Ihm erfüllt, vonall seinen Kräften. Das ist der Kerngedanke der Väter des Ersten Konzils: Christus ist Gottmensch. Wer in Christus bleibt, empfängt immer seine göttlichen Kräfte. Unsere Aufgabe ist es, die bei der Taufe empfangene Gabe zu bewahren, sie aufwachsen zu lassen, den heiligen Vätern sich mühend nachzueifern, bis wir zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zum vollkommenen Menschen, zum vollen Maß des Christusalters (Eph 4,13).

Geistiger Reichtum lässt sich nicht messen. Deshalb betrachten sich die Streiter nicht als endgültig im Königtum Gottes angekommen, sondern – je mehr sie dessen Größe erkennen – eher als unzuverlässig, unerfahren und unwürdig, manchmal sogar als unglücklich und von Gott verlassen. Aber in Wirklichkeit werden sie immer vollkommener, denn „wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und er wird noch größere Werke tun“ (Joh 14,12). Durch die Tugenden lässt der Glaube den ganzen Gottmenschen Christus in den Menschen einwohnen, und alle göttlichen Kräfte. Wir haben mit Ihm ein gemeinsames Leben, eine gemeinsame Unsterblichkeit, die Quelle dieses Lebens aber ist die alles überragende Liebe, die ganze, eine Heilige Dreiheit.

Und siehe, nun wird unser Leben in Bethlehem geboren, das ewige Leben! Wir preisen es. Wir danken dem gütigen Gott für seine großen, unermesslichen Wohltaten, dafür, dass er unter uns geboren wurde und uns den Weg zur wahren Geburt eröffnet hat!


+MARK

Metropolit von Berlin und Deutschland

Berlin-München, Weihnachten 2025/2026

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