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Erste Fachberatung zur Erhaltung des Archivs der Deutschen Diözese

vor 14 Minuten
2 Min. Lesezeit

Anatolij Kinstler

Am 10. Juli 2026 fand im Kloster der heiligen Neumärtyrerin Großfürstin Elisabeth in Buchendorf ein Treffen statt, das der Erhaltung des historischen Archivs der Deutschen Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland gewidmet war. Daran nahmen der Diözesansekretär Erzpriester Nikolai Artemoff, die Äbtissin des Klosters, Igumenia Maria (Sidiropoulo), der Diözesanarchivar Anatolij Kinstler, Elena Weich, die das Treffen protokollierte und fotografisch dokumentierte, der Archivar des Erzbischöflichen Archivs München und Freising, Johannes Untermarzoner, sowie zwei eingeladene Restauratoren, Vater und Sohn Stemp, teil.

Das Treffen diente der ersten fachlichen Begutachtung der Archivbestände durch ausgewiesene Spezialisten für Archivwesen und Restaurierung in der Geschichte des Diözesanarchivs. Ziel war es, eine unabhängige Einschätzung des Erhaltungszustands der Bestände sowie Empfehlungen für deren weitere Sicherung zu erhalten. Die Initiative ging von Diözesanarchivar Anatolij Kinstler aus, der sich mit der Bitte um fachliche Beratung an den Direktor des Archivs und der Bibliothek des Erzbistums München und Freising, Professor Johannes Merz, gewandt hatte. Daraufhin erklärte sich Archivar Johannes Untermarzoner bereit, das Vorhaben fachlich zu unterstützen, und lud zwei Restauratoren zur Teilnahme an dem Treffen ein.

Bei der Besichtigung des Archivdepots machten sich die Fachleute mit dem Zustand der Dokumente vertraut. Sie besprachen die Ergebnisse der bereits durchgeführten Maßnahmen zur Trocknung, Reinigung und Verpackung der Bestände und erörterten die Anforderungen an deren künftige Aufbewahrung. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei der Kontrolle der Luftfeuchtigkeit, der Belüftung der Räume sowie der Notwendigkeit einer fachgerechten Reinigung jener Materialien, die noch Spuren eines früheren Schimmelbefalls aufweisen.

Die Fachleute bewerteten die bisher ergriffenen Maßnahmen zur Sicherung der Archivbestände positiv. In seinen anschließend übermittelten schriftlichen Empfehlungen benannte Johannes Untermarzoner die nächsten notwendigen Schritte. Dazu gehören insbesondere die Verbesserung des Raumklimas im Archivdepot, die Reinigung der bislang noch nicht entsprechend behandelten Dokumente sowie die schrittweise Anpassung der Lagerungsbedingungen an die geltenden deutschen Standards für die Archivierung.

Mit der Umsetzung dieser Empfehlungen wurde bereits begonnen: Für das Archivdepot wurde ein Luftentfeuchter angeschafft und aufgestellt. Darüber hinaus gilt es, künftig eine regelmäßige Kontrolle der Luftfeuchtigkeit und eine ausreichende Luftzirkulation sicherzustellen.

In den langjährigen Bemühungen um die Bewahrung des historischen Erbes der Deutschen Diözese markiert dieses Treffen einen bedeutenden Fortschritt. Besonderer Dank gilt den Kollegen für ihre freundliche und entgegenkommende Unterstützung, ihre Bereitschaft, ihr Fachwissen und ihre Erfahrung unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, sowie für die Aufmerksamkeit, die sie einem Archiv entgegengebracht haben, dessen Bestände wertvolle Zeugnisse der Geschichte der russischen Orthodoxie und der russischen Emigration in Deutschland bewahren.

 

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