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«Die kirchliche Kultur ist stärker als die Herkunft»

Interview mit S.E. Mark, Metropolit von Berlin und Deutschland zum 100-jährigen Jubiläum der Deutschen Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland

Das Gespräch mit Metropolit Mark berührt zentrale Etappen der Geschichte der Deutschen Diözese der Russischen Auslandskirche und reflektiert die Erfahrungen ihres Lebens unter den Bedingungen von Emigration und Zerstreuung.

Metropolit Mark, der älteste und einer der angesehensten Hierarchen der Russischen Auslandskirche, steht seit über vier Jahrzehnten an der Spitze der Deutschen Diözese und bleibt ihr geistlicher und theologischer Orientierungspunkt in Zeiten tiefgreifender historischer und kirchlicher Umbrüche. Sein Dienst verbindet die Treue zur Tradition der Russischen Kirche mit einem tiefen Verständnis des westeuropäischen kulturellen Kontextes, in dem die orthodoxe Diaspora lebt.

Das Gespräch führte der kirchliche Lektor Andrej Fastovskiy – Dr. theol., Kirchenhistoriker und Leiter des Verlags des hl. Hiob von Počaev in München.

1. Einführung

Vestnik: Vladyka, Sie sind Ihrer Herkunft nach Deutscher, wurden jedoch Bischof der Russischen Orthodoxen Kirche und geistlicher Vater von Hunderten, wenn nicht Tausenden russischer Menschen. Sagen Sie: Als wen empfinden Sie sich selbst – als russischen Menschen oder als Deutschen?

Metropolit Mark: Kulturell bin ich zweifellos eher ein russischer Mensch. Der Herkunft nach und gemäß meinem Pass bin ich Deutscher. Ich bin der Auffassung, dass Kultur – und insbesondere die kirchliche Kultur – über allem anderen steht. Zugleich hebt sie jedoch die übrigen Seiten der menschlichen Persönlichkeit und Identität nicht auf.

2. Geschichte der Deutschen Diözese

Vestnik: Im Jahr 2026 begeht Ihre Diözese ihr einhundertjähriges Jubiläum: 1926 wurde durch Beschluss der Synode der Russischen Auslandskirche die Deutsche Diözese aus der westeuropäischen Diözese von Metropolit Evlogij ausgegliedert. Damals wurde Bischof Tichon (Ljaschtschenko) zum ersten leitenden Hierarchen ernannt, während Metropolit Evlogij die Auslandskirche bald darauf verließ. Welche Umstände führten aus Sicht der Auslandssynode zur Errichtung der Deutschen Diözese?

Metropolit Mark: Der Grund für die Errichtung der Diözese war die kirchlich-administrative Trennung zwischen der Synode der Russischen Auslandskirche und Metropolit Evlogij. Soweit ich es aus den Berichten meiner Vorgänger verstehe, war dies eine weise Entscheidung der Synode, die aus der Notwendigkeit heraus getroffen wurde, unter den Bedingungen der Trennung seitens Paris die administrative und geistliche Einheit der deutschen Gemeinden mit der Auslandskirche zu bewahren. In Deutschland gab es damals nur wenige Gemeinden, doch war dies ein sehr bedeutender Moment für unsere Diözese: Dank der konsequenten Haltung des Synods ist gerade aus diesen wenigen Gemeinden ist im Laufe der Zeit die gesamte heutige diözesane Struktur gewachsen.

Vestnik: Könnten Ihrer Meinung nach persönliche Ambitionen Metropolit Evlogijs eine Rolle bei der Entwicklung dieser Ereignisse gespielt haben?

Metropolit Mark: Ich habe den Eindruck gewonnen, dass der entscheidende Faktor weniger Metropolit Evlogij selbst war als vielmehr sein Umfeld, dessen Gedanken und Stimmungen sich vom kirchlichen Bewusstsein der Auslandskirche unterschieden. Man darf die Rolle der YMCA nicht vergessen – es handelte sich um eine sehr starke Bewegung, doch entsprach sie nicht dem kirchlichen Lebensverständnis, wie es für die Auslandskirche charakteristisch war. Die Auslandskirche war traditionell geprägt. Jene Kreise hingegen gingen einen anderen Weg, praktisch ohne Rücksicht auf die Vergangenheit und auf die kirchliche Tradition. Aus meiner Sicht war die Tradition in ihrem Denken und inneren Empfinden weitgehend ausgeklammert. All dies führte zu einer ernsthaften Konfrontation innerhalb ein und derselben Diözese. Daher traf die Synode die Entscheidung, diese beiden Teile zu trennen. Dabei rechnete natürlich niemand damit, dass dies nicht nur zu einer administrativen Trennung führen würde, sondern dazu, dass sich ein Teil vollständig aus dem Zusammenhang der Russischen Kirche lösen und unter die Jurisdiktion Konstantinopels übergehen würde.

3. Zeit des Dritten Reiches und des Zweiten Weltkriegs

Vestnik: Bald nach der Gründung der Diözese begann wohl die schwierigste Periode ihrer Geschichte – die Jahre des Dritten Reiches und des Zweiten Weltkriegs. Wie beurteilen Sie die Haltung und das Wirken des zweiten regierenden Hierarchen, Metropolit Seraphim (Lade), gegenüber den deutschen Behörden?

Metropolit Mark: Es ist zu präzisieren, dass Metropolit Seraphim bereits seit 1930 als Vikar tätig war und erst 1938, am Vorabend des Krieges, die Leitung der Diözese übernahm, nachdem er seinen Vorgänger, Erzbischof Tichon (Ljaschtschenko), abgelöst hatte. Einerseits fiel es ihm leichter, die Diözese zu leiten, da er Deutscher war und die Psychologie sowie die verborgenen Motive der Behörden gut kannte. Er verstand ihre letztlichen Absichten gegenüber der Kirche und konnte, dank seines inneren Verständnisses der geistig-kulturellen Situation Deutschlands, eine wirksamere Verteidigungslinie aufbauen, ohne sich Illusionen über das nationalsozialistische Regime zu machen.

Andererseits wurden gerade an ihn seitens der deutschen Behörden besonders strenge Anforderungen gestellt – sogar strengere als an die russischen Hierarchen. Während man den russischen Bischöfen im Exil ein gewisses „Nichtverstehen“ oder politische Passivität zugestehen konnte, verlangte man von Metropolit Seraphim als Bürger des Reiches absolute ideologische Loyalität. Jeder Versuch, kirchliche Interessen zu verteidigen zum Nachteil staatlicher Vorgaben, konnte als Verrat am Vaterland gewertet werden, wodurch er einer wesentlich größeren Gefahr ausgesetzt war als die „Ausländer“.

Soweit ich es verstehe, gelang es ihm, diese schwierige Lage sehr klug zu meistern. Als seitens der deutschen Behörden versucht wurde, den Besuch unserer Kirchen auf sogenannte „alte Emigranten“ zu beschränken, widersetzte er sich entschieden. Er erklärte offen, dass es Sache des Ministeriums sei, gegebenenfalls Beamte zur Kontrolle der Ausweise an den Kircheneingängen aufzustellen, die Kirche selbst sich daran jedoch nicht beteiligen werde. Damit brachte er seine Haltung klar zum Ausdruck. Infolgedessen konnten selbst jene jungen Menschen, die formal kein Recht hatten, die Kirche zu besuchen, weiterhin kommen.

Es ist ein Fall bekannt, in dem der spätere Hierarch, Vladyka Alippij, im Alter von achtzehn Jahren trotz der Verbote regelmäßig die Kirche besuchte und sich später unserer Bruderschaft anschloss und nach Amerika emigrierte.

Vestnik: Welche Erinnerung hat Metropolit Seraphim in der Diözese hinterlassen?

Metropolit Mark: Man schätzte ihn als weisen Hirten. Mitunter machte man sich über seinen starken sächsischen Akzent im Russischen lustig, einige konnten ihn sogar imitieren. Doch hinderte das niemanden daran, ihn als ihren Bischof und geistlichen Leiter wahrzunehmen.

4. Nachkriegszeit: Zerstreuung und Bewahrung

Vestnik: Nach dem Krieg befand sich in Deutschland eine große Zahl orthodoxer Christen – es entstanden Hunderte von Gemeinden, es gab Gymnasien und Altenheime, und mehrere Jahre lang hielt sich sogar die Synode hier auf. Wie beurteilen Sie diese Zeit? War es eher ein geistlicher Aufschwung oder ein Gefühl der Orientierungslosigkeit?

Metropolit Mark: Ich würde keineswegs sagen, dass es eine Zeit der Orientierungslosigkeit war – im Gegenteil, es war eine Zeit des Aufblühens. Die Menschen atmeten erleichtert auf, nachdem sie sich der sowjetischen Herrschaft entzogen hatten. Gleichzeitig lebten sie jedoch in der ständigen Angst, dass sich diese Herrschaft auch auf Deutschland ausdehnen könnte. Deshalb emigrierte ein erheblicher Teil der Gemeindemitglieder weiter – nach Amerika, Australien und in andere Länder. Dabei gingen sie über den Ozean nicht nur mit ihren Priestern, sondern auch mit kirchlichen Geräten und liturgischen Gegenständen. In Amerika bin ich mehrfach Evangelien und anderen liturgischen Büchern begegnet, die noch Vermerke deutscher Gemeinden trugen.

Viele waren damals der Meinung, dass es in Deutschland für das kirchliche Leben keine Zukunft mehr gebe. In Deutschland blieben vor allem diejenigen, die physisch nicht ausreisen konnten oder aus gesundheitlichen Gründen in anderen Ländern nicht aufgenommen wurden. Es gab aber auch Menschen, die aus anderen Gründen blieben, sowie solche, die bewusst näher bei Russland bleiben wollten. Diese unterschiedlichen Gruppen bildeten schließlich die Grundlage unserer Diözese.

5. Persönlicher Weg und Eingliederung in das kirchliche Leben

Vestnik: Sie wurden 1964 in die Orthodoxe Kirche aufgenommen und sind in den Gemeinden des hl. Nikolaus in Frankfurt sowie des hl. Alexander Newski in Mannheim kirchlich geprägt worden. In welches Umfeld sind Sie damals geraten?

Metropolit Mark: Diese Gemeinden waren sehr unterschiedlich. Die Frankfurter Gemeinde bestand überwiegend aus politisch aktiven Menschen, Mitgliedern des Bundes Russischer Solidaristen (NTS). Die Mannheimer Gemeinde hingegen war im Aussterben begriffen, zugleich aber geistlich sehr gefestigt. Aufgrund der Nähe zur Universität Heidelberg, an der ich studierte, begegnete man dort äußerst interessanten Persönlichkeiten – etwa dem ehemaligen ersten Staatsanwalt von Sankt Petersburg, einem Grafen Tolstoi und anderen. Ihr orthodoxer Glaube war lebendig und authentisch. Zugleich war unterschwellig spürbar, dass viele davon ausgingen, dass nach einer Generation nichts mehr übrig bleiben würde, da die Gemeindemitglieder bereits im fortgeschrittenen Alter waren.

Später jedoch wurden diese Gemeinden durch den Zustrom neuer Menschen wiederbelebt. Als ich die Diözese übernahm, sagte ich, dass in zehn Jahren höchstens die Hälfte der Gemeinden übrig bleiben würde. Gott sei Dank erwies ich mich als schlechter Prophet: Genau nach zehn Jahren begann durch den Zustrom der sogenannten Russlanddeutschen eine Erneuerung.

6. Das Kloster als Herz der Diözese

Vestnik: Als Sie zum Bischof gewählt wurden, stellten Sie die Bedingung, im Kloster zu leben. In jeder freien Zeit zwischen Ihren Reisen nehmen Sie an den täglichen Gottesdiensten teil und sind geistlicher Vater beider Klöster Ihrer Diözese. Welche Rolle spielt das Kloster für Sie persönlich?

Metropolit Mark: Ein Mönch stellt niemals irgendwelche Bedingungen. Seine Wahl zum Bischof ist im Grunde der einzige Moment, in dem er gewisse Einschränkungen äußern kann. Damals wandte ich mich an die Synode – das war weniger eine Bedingung als vielmehr eine Bitte – mich in Deutschland zu belassen. Vor mir gab es hier Hierarchen, die kaum Deutsch sprachen, und ich war mir bewusst, dass die Kenntnis der deutschen Sprache in Deutschland notwendig ist.

Das Leben im Kloster hingegen war tatsächlich meine Bedingung. Denn ich bin nicht Mönch geworden, um Bischof zu werden, sondern um Mönch zu sein. Diese Bedingung war für mich unabdingbar, und der damalige Ersthierarch der Russischen Auslandskirche, der inzwischen verstorbene Metropolit Filaret, versprach mir sofort, dass es so sein werde.

Das Münchner Kloster befand sich zu dem Zeitpunkt, als ich es übernahm, ebenfalls in einem sterbenden Zustand. Nach dem Krieg hatte es etwa dreißig Brüder gegeben, doch die meisten waren nach Amerika ausgewandert, und es war nur eine kleine Gruppe zurückgeblieben. Als ich kam, lebten dort ein hochbetagter Hierarch – Vladyka Nafanail – und ein Lektor. Wir kamen zu dritt, zusammen mit zwei Novizen. Zunächst begann eine große Aufräumarbeit, danach Bauarbeiten. Wir lebten ständig im Staub der Baustelle. Alles war verfallen und bedurfte enormer Anstrengungen. Gott sei Dank hatten wir Helfer, die uns sehr unterstützten und beim Aufbau halfen.

Vestnik: Und welche Rolle spielt das Kloster im Leben der Diözese?

Metropolit Mark: Das Kloster ist in jeder Diözese das Herz, weil dort das Gebet geschieht. Obwohl wir personell sehr schwach waren, gab es vom ersten Tag unseres Aufenthalts an täglich Gottesdienste. Selbst wenn wir längere Zeit verreisen mussten, baten wir andere Priester, hier zu dienen. Von Anfang an begannen wir auch, Pilger anzuziehen – in begrenztem Umfang, da wir wenig Platz haben –, doch fanden sich stets Helfer aus anderen Gemeinden. Dadurch konnten wir sehr vieles aufbauen, umgestalten und ordnen. Und natürlich wirkte sich all das auf das Leben der gesamten Diözese aus.

Vestnik: Sie wurden 1982 Diözesanbischof und übernahmen eine alternde Diözese. Welche Aufgaben stellten Sie sich damals?

Metropolit Mark: Ich setzte mir das Ziel, jene Gemeinden zu stärken, die lebensfähig waren, und das zu bewahren, was wir von unseren Vätern geerbt hatten. Zugleich wollte ich die deutsche Seite der Diözese festigen. So ging es bis 1990 weiter.

Doch 1990 änderte sich alles durch den Zustrom der sogenannten Russlanddeutschen und das starke Wachstum der Gemeinden. Entgegen meinen Erwartungen musste keine einzige Gemeinde geschlossen werden – im Gegenteil, sie wurden wiederbelebt. Allerdings brachte der Zustrom neuer Menschen natürlich auch neue Probleme mit sich.

Vestnik: Wie haben sich diese neuen Menschen in die Diözese eingefügt? Es handelte sich doch größtenteils um nicht kirchlich geprägte Menschen?

Metropolit Mark: Sie konnten sich einfügen, weil es in den Gemeinden einen Kern alter Emigranten gab – manchmal nur eine einzige Person –, die unsere Traditionen und unsere Form der kirchlichen Verwaltung weitergaben an jene, die aus Russland, Kasachstan und anderen Regionen kamen.

Die Neuankömmlinge hatten keine Erfahrung mit kirchlichem Leben in Form eines Gemeinderates – für sie war das ein abstrakter Begriff. Diese Strukturen konnten gerade durch die alten Menschen, die Träger der Tradition, bewahrt werden. Insgesamt verlief der Prozess organisch und ohne größere Konflikte. Solche Spannungen, wie sie nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen „Sowjetmenschen“ und alten Emigranten auftraten, gab es in den 1990er Jahren nicht mehr. Der Übergang vollzog sich ruhig und friedlich.

Vestnik: Gab es vor dem Wachstum der 1990er Jahre ein Gefühl der Isolation? Wie waren die Beziehungen zu Griechen, Serben und anderen Orthodoxen?

Metropolit Mark: Nein, ein Gefühl der Isolation gab es nicht. Wir waren hier die älteste orthodoxe Diözese und faktisch die einzige mit längerer Erfahrung des kirchlichen Lebens in Deutschland: im Umgang mit staatlichen Behörden und im Religionsunterricht.

Weder die Griechen noch die Serben verfügten damals über solche Erfahrungen – sie übernahmen vieles von uns. So haben die Griechen beispielsweise unser Programm für den orthodoxen Religionsunterricht in staatlichen Schulen praktisch übernommen und beim Bildungsministerium eingereicht. Erst in den 1980er Jahren begannen sie, sich als kirchliche Struktur stärker zu entwickeln.

Das zeigt noch einmal, dass die Russische Auslandskirche in dieser Zeit nicht einfach eine unter mehreren orthodoxen Jurisdiktionen in Deutschland war, sondern eine Pionierrolle spielte, indem sie die rechtlichen und bildungspolitischen Grundlagen für das gesamte orthodoxe Leben in Deutschland schuf. Daher bestand keinerlei Gefühl der Isolation.

7. Der heutige Klerus der Diözese

Vestnik: Sie haben einmal erwähnt, dass die Geistlichen des Moskauer Patriarchats in Deutschland größtenteils in Russland geweiht werden und bereits im priesterlichen Rang nach Deutschland kommen. Wie bildet sich der Klerus in Ihrer Diözese?

Metropolit Mark: Von Anfang an haben wir uns vor allem auf jene gestützt, die wir selbst innerhalb unserer Diözese ausgebildet haben. Geistliche von außerhalb gab und gibt es zwar, aber eher als Ausnahme. Uns war bewusst, dass sich unsere Erfahrung nicht durch Bücher vermitteln lässt – sie muss durch das gelebte Leben weitergegeben werden. Deshalb haben wir uns bemüht, eigene, gut ausgebildete Menschen für den priesterlichen Dienst heranzubilden.

Vestnik: Gibt es unter ihnen auch Deutsche?

Metropolit Mark: Ja, deutsche Priester gab und gibt es, aber deutlich weniger, als wir es uns wünschen würden. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Wir versuchen, diese Entwicklung zu fördern, doch bleibt sie bislang eher die Ausnahme.

8. Vorgänger im bischöflichen Amt

Vestnik: Sie sind der sechste leitende Hierarch der Deutschen Diözese. Erinnern Sie sich an Ihre Vorgänger – zum Beispiel an Vladyka Filofej (Narko)?

Metropolit Mark: Vladyka Filofej war ein außergewöhnlich gütiger Mensch, der das Wort „Nein“ praktisch nicht kannte. Er verweigerte niemandem etwas, war sanft und wollte niemanden verletzen. Wenn ich ihn fragte: „Vladyka, wie soll man in diesem oder jenem Fall handeln?“, antwortete er: „Nun, man kann es so machen – oder auch anders.“ Ich wünschte mir eine klare Antwort, doch er gab sie bewusst nicht – aus Güte. Er wurde sehr geachtet und geliebt. Als der Präsident von Zypern und Erzbischof Makarios nach Deutschland kamen, wünschte er vor allem, gerade mit Vladyka Filofej zusammenzutreffen. Vladyka Filofej war ein Hierarch von universaler Bedeutung – mit weiter Bildung, großem Wissen und einem weiten Herzen.

An Vladyka Alexander (Lowtschij) erinnere ich mich nur undeutlich: Damals war ich noch Gemeindemitglied und kannte ihn hauptsächlich durch seine Weihnachtsbotschaften.

Dagegen ist mir Vladyka Pawel (Pawlow) sehr lebendig in Erinnerung geblieben. Er empfand sich stets als Weihbischof, und das war eine schwierige Position. In Verbindung mit Vladyka Filofej, der es vermied, Dokumente zu unterzeichnen, wurde die Situation besonders kompliziert: Eine Unterschrift war nötig, doch ein Weihbischof konnte ohne den Diözesanbischof nichts unternehmen.

Hinzu kam, dass Vladyka Pawel unter einem gewissen Widerstand litt, der mit seiner Herkunft und seinem äußeren Erscheinungsbild zusammenhing, da er zu den sogenannten „Nationalen Minderheiten“ gehörte und asiatische Gesichtszüge hatte. Erst gegen Ende seiner Zeit in Deutschland fühlte er sich freier. Er verließ Deutschland nur ungern in Richtung Australien, als hätte er geahnt, dass dies seine letzte Station sein würde. Er war ein sehr aktiver Hierarch, der sich intensiv am Gemeindeleben beteiligte, besonders in München, auch wenn seine Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt waren.

Schließlich Vladyka Agapit, der von 2001 bis zu seinem Tod im Jahr 2020 mein Weihbischof war, war ein echtes Kind unserer Diözese. Von frühester Kindheit an wuchs er in der Gemeinde auf: Sein Vater war Kirchenältester und einer der Erbauer der Kirche in Frankfurt – vermutlich der größten Gemeinde Deutschlands zu jener Zeit. Vladyka Agapit selbst nahm aktiv am Gemeindeleben teil, sowohl am Bau der Kirche als auch an der verlegerischen Arbeit, die mit der Herausgabe geistlicher Literatur verbunden war. Er war damit eng verbunden, weshalb sein Eintritt zunächst in das klösterliche Leben und später in den Dienst der Diözese ganz organisch erfolgte. Die gesamte Diözese empfand er als sein Zuhause und beteiligte sich lebendig an allen Fragen ihres kirchlichen Lebens.

9. Verhandlungen mit dem Moskauer Patriarchat

Vestnik: Was war die größte Herausforderung im Leben der Diözese?

Metropolit Mark: Die schwierigsten Zeiten fielen in die Periode der Auseinandersetzung mit dem Moskauer Patriarchat und der sowjetischen Macht, die leider untrennbar miteinander verbunden waren. Die sowjetische Regierung versuchte, uns unsere historischen Kirchen zu entziehen. Sie verstanden nicht, dass deutsches Recht unmöglich einfach umgangen werden kann, weshalb sie immer wieder neue Versuche unternahmen dies zu tun.

Vestnik: Trotzdem sagten Sie im Januar 1992 in einem Interview mit der „Nezavisimaja Gaseta“, dass es an der Zeit sei, mit dem Moskauer Patriarchat an einen Tisch zu treten. Die offizielle Position der Auslandskirche war damals eine andere. Was hat Sie bewegt?

Metropolit Mark: In der „Statutenregelung“ der Auslandskirche war stets festgeschrieben, dass sie ein untrennbarer Teil der einen Russischen Kirche ist. Diese Regelung wurde niemals aufgehoben oder gestrichen. Auf dieser Basis lebten wir – und das war die einzige kanonische Grundlage unserer Existenz. Uns trennten im Wesentlichen politische Umstände; dogmatische Differenzen gab es faktisch nicht. Daher erschien uns die Trennung als unnatürlich und als etwas, das überwunden werden musste.

Wir wussten, dass auf diesem Weg ernsthafte Hindernisse existierten, aber wir erkannten auch, dass wir – aufgrund unserer Statuten – verpflichtet waren, Anstrengungen für die Wiederherstellung der Einheit zu unternehmen. Vielleicht war es für mich etwas leichter als für andere, weil ich in Serbien studiert hatte und das orthodoxe Leben im weiteren Kontext gesehen hatte. Doch insgesamt war dieses Gefühl allen Hierarchen unserer Kirche eigen. Es äußerte sich unterschiedlich, blieb aber der wichtigste Antrieb unseres kirchlichen Lebens.

Man darf nicht vergessen, dass das Münchner Kloster jahrzehntelang geistliche Literatur nach Russland verschickte. In einer Periode betreute es auch Flüchtlinge, die hier gestrandet waren, doch insgesamt war die gesamte Verlagstätigkeit auf Russland ausgerichtet. Evangelien, apologetische Broschüren und Gebetbücher wurden auf dünnem Papier gedruckt, damit sie in Briefen verschickt werden konnten. Sehr vieles wurde getan – und alles war auf Russland, nicht auf den Westen, ausgerichtet. Natürlich kümmerten wir uns auch um unsere Gläubigen hier, doch in gewisser Hinsicht orientierten wir uns stärker an Russland als an Westen.

Das galt jedoch nicht gleichmäßig für die gesamte Auslandskirche. Ich erinnere mich, wie ein Hierarch aus Kanada nach unserem Besuch sagte: „Ihr seid nah an Russland, deshalb seid ihr darauf ausgerichtet.“ Seine Reaktion zeigte, dass es anderswo anders wahrgenommen wurde. Bei uns gab es immer Flüchtlinge, Neuankömmlinge – anders als in Amerika, wo es deutlich weniger waren. Das bestimmte unsere Position stark.

Vestnik: Gab es während dieser ersten Schritte auf dem Weg zur Wiedervereinigung einen Wendepunkt?

Metropolit Mark: In den 1990er Jahren gab es in Deutschland viele positive Momente bei unseren Begegnungen mit Vertretern des Moskauer Patriarchats. Durch diese regelmäßigen Treffen lernten wir uns viel tiefer kennen, als es durch offizielle Dokumente, Zeitungsartikel oder öffentliche Erklärungen möglich gewesen wäre. Doch diese Begegnungen fanden vor den gewaltsamen Übernahmen unserer Klöster im Heiligen Land statt, infolge deren dann der Dialog gezwungenermaßen unterbrochen wurde.

Vestnik: Diese Treffen zwischen Vertretern der Auslandskirche und des Moskauer Patriarchats fanden 1993–1997 in Mitteldeutschland nahe der ehemaligen Grenze zwischen DDR und BRD statt. Wie war die Atmosphäre dort?

Metropolit Mark: Wir trafen uns in kleinen Gruppen – vier Personen auf jeder Seite. Die Atmosphäre war von Anfang an freundlich. Ich kannte bereits den damaligen Hierarchen des Moskauer Patriarchats in Deutschland, Erzbischof Theophan (Galinski), was das Vertrauen sicherlich erleichterte. Auch die Priester kannten sich häufig schon privat. Wir spürten schnell, dass wir einer Kirche angehörten und dass es keine wesentlichen Unterschiede zwischen uns gab.

Vestnik: Eucharistisches Gemeindeleben war damals noch weit entfernt, doch war die Einheit bereits spürbar?

Metropolit Mark: Eucharistisches Gemeindeleben lag tatsächlich noch in weiter Ferne, doch wir spürten klar, dass die Trennung von außen auferlegt war. Wir hätten schon damals zusammen dienen können. Wir verstanden, dass die Ursachen der Trennung ernst waren, weshalb wir uns an die Regeln unserer kirchlichen Strukturen halten mussten. Doch ein inneres Gefühl der Einheit war bereits vorhanden.

Vestnik: Sie erwähnten, dass der Dialog durch die Übernahmen der Klöster der Russischen Auslandskirche im Heiligen Land unterbrochen wurde. Als 2001 Präsident Putin Deutschland besuchte, war das Thema der Klosterübernahmen noch sehr aktuell.[1] Sie wurden als Vertreter der Russischen Auslandskirche in Deutschland zu einem Empfang beim deutschen Bundespräsidenten Johannes Rau eingeladen. Können Sie dieses Ereignis schildern? War es ein Wendepunkt in den Beziehungen zwischen den beiden Russischen Kirchen?

Metropolit Mark: Für mich war ein besonders heller Moment das Treffen unmittelbar vor Beginn dieses Empfangs. An dem Tag, als Putin in Deutschland war, feierte ich eine frühe Liturgie im Kloster und fuhr dann nach Berlin. Dort kam ein Vertreter des russischen Außenministeriums auf mich zu, weil er in mir einen russischen Hierarchen erkannte.[2] Er äußerte seine Empörung darüber, dass die Deutschen so unnachgiebig seien und die russischen Ansprüche auf die Gotteshäuser der Auslandskirche kategorisch zurückwiesen. Ich lächelte und antwortete, dass mich das im Gegenteil sehr erfreue. Erst dann verstand er, wer ich war – zuvor hatte er wohl nicht erwartet, dass wir zum Empfang eingeladen würden und hielt mich für „sowjetisch“. Daraufhin führten wir ein sehr gutes Gespräch. Ich sagte ihm: „Wenn Sie die gesamte russische Emigration zu Ihren Gegnern machen wollen, fahren Sie so fort. Wenn Sie jedoch verstehen, dass wir Russland lieben und es für uns Heimat ist, dann können wir gemeinsam arbeiten.“ Für mich war das ein sehr heller und bedeutender Moment.

Gleichzeitig war mir bewusst, dass wir Hierarchen allein nicht weiterkommen konnten – weder auf der einen noch auf der anderen Seite. Unsere inneren Barrieren waren zu stark. Als der Empfang beim Präsidenten begann, traf ich zwei russische Hierarchen. Ich schlug ihnen vor, gemeinsam zum Präsidenten zu gehen, und so machten wir es. Da ich vermutlich der Älteste war, sagte ich dem Präsidenten: „Sie sehen, dass wir miteinander kommunizieren, dass wir eine Kirche sind. Es wäre vielleicht nützlich, wenn von Ihrer Seite ein Impuls käme, der beiden Teilen der Russischen Kirche ermöglicht, sich unvoreingenommen zu begegnen.“ Er nahm dies zur Kenntnis und leitete es später an Patriarch Alexij weiter.

Kurz darauf wurde unser neugewählter Ersthierarch Vladyka Lavr zum Empfang ins russische Generalkonsulat in New York eingeladen. In denselben Tagen fand in Ungarn die erste bilaterale Konferenz zur Geschichte der Russischen Kirche im 20. Jahrhundert statt, organisiert aus der Deutschen Diözese nach Beschluss unseres Bischofsrates von 2000. Diese Arbeit wurde fortgesetzt. Im September 2003 fand dann ein offizielles Treffen von Präsident Putin mit Metropolit Lavr und Mitgliedern der Synode im selben Generalkonsulat in New York statt. Am Ende des Gesprächs übermittelte Putin die Einladung von Patriarch Alexius und lud uns anschließend zum Abendessen ein. Das Gespräch wurde nun sehr konkret. Am Vorabend seiner Abreise in die USA hatte er den Patriarchen getroffen, und auf dieser Grundlage wurde später eine Delegation unserer Synode nach Russland geschickt, um das kirchliche Leben dort kennenzulernen. So begannen keine bloßen Unterredungen mehr, sondern echte Verhandlungen.

Vestnik: Dieser Prozess wurde von der Unterzeichnung des Aktes der kanonischen Gemeinschaft gekrönt. Mit welchen Gefühlen flogen Sie damals nach Moskau zur Unterzeichnung des Aktes und der ersten gemeinsamen Gottesdienste?

Metropolit Mark: Mit Freude!

Vestnik: Wie sahen Sie damals die Russische Kirche in Russland?

Metropolit Mark: Ich sah sehr wohl die vielen Überbleibsel aus der vergangenen Periode. Der Gehorsam gegenüber dem Staat war im kirchlichen Leben nach wie vor spürbar. Dennoch hielten wir es für notwendig, in die Begegnungen einzusteigen, die Einheit der Russischen Kirche wieder herzustellen, um die gesunden Kräfte zu unterstützen, die es dort zweifellos gab.

Vestnik: Inwieweit ist das gelungen?

Metropolit Mark: Es ist schwierig für mich, das zu beurteilen. Aber für die Auslandskirch war das ein entscheidender Moment. Wir waren in Gefahr in eine sektiererische Ebene abzurutschen und der Kirchlichkeit verlustig zu gehen. In der Denkweise und den Aussagen gewisser unserer Hierarchen und besonders der Priester zeigten sich extreme Anschauungen. Deshalb durfte man nicht weiter warten.

Vestnik: Wie war die Einstellung gegenüber der Auslandskirche in Russland?

Metropolit Mark: Unterschiedlich. Manche verstanden nicht, wer wir eigentlich sind. Manche hielten uns für Fanatiker und Extremisten. Andere wiederum setzten ihre Hoffnung auf uns, weil sie dachten, dass unser Einzug in die Russische Kirche in ihr die Entwicklung der gesunden Kräfte stärken werde.

Vestnik: Und was waren Ihre persönlichen Erwartungen?

Metropolit Mark: Ich hoffte, dass dieses ungesunde Gegeneinander aufhören würde, bei dem die beiden Seiten einander die Kirchlichkeit selbst absprachen, und dass wir gemeinsam dem Aufbau werden dienen können. 

10. Mission unter Deutschen

Vestnik: Die Kirche ist ohne Mission undenkbar. Seit dem 19. Jahrhundert haben einzelne Priester und Laien der Russischen Orthodoxen Kirche in Deutschland missionarisch gearbeitet, Gottesdiensttexte und geistliche Literatur ins Deutsche übersetzt. Seit 40 Jahren wird von Ihnen die zweisprachige Zeitschrift Vestnik-Bote herausgegeben, ebenso zweisprachige Kirchenkalender, und Gottesdienste werden auf Deutsch gefeiert. Sie selbst sind nicht zuletzt Deutscher der Herkunft nach. Welche Bedeutung hat die Mission für Sie persönlich?

Metropolit Mark: Die Bedeutung, die der Herr selbst bestimmt. Wir nehmen die einheimische Bevölkerung auf, insoweit wie sie daran interessiert ist. Wir treten nicht auf Straßen und Plätze, um zu predigen – wir nahmen die Menschen auf, die selbst kommen. Schon die Anwesenheit eines einzelnen orthodoxen Christen in einer großen Gesellschaft kann Früchte tragen. Im Wesentlichen ist dies keine zielgerichtete Strategie, sondern ein Handeln nach dem Willen Gottes.

Vestnik: Wie verbinden Sie die Bewahrung der russischen Tradition, die Sorge um die Jugend, die oft kein Russisch mehr spricht, und die Mission unter Deutschen?

Metropolit Mark: Ich stimme nicht der Auffassung zu, dass die Jugend die Kirche wegen der Sprache verlässt. Die Gründe sind vielschichtiger. Junge Menschen entfernen sich in bestimmten Lebensabschnitten oft zeitweise aus dem aktiven Kirchenleben – einige für wenige Jahre, andere für Jahrzehnte. Ein gerader Weg ist die Ausnahme. Sprache und Kultur sind nur ein Aspekt von vielen. Die Jugend braucht mehr: Interesse an der Kirche. Wie man dieses weckt, weiß ich nicht genau. Ich habe es jahrelang versucht, aber kann nicht sagen, worin ich erfolgreich war.

Wir verfügen über einen enormen geistlichen Reichtum – aber nutzen wir ihn? Eröffnen wir ihn den jungen Menschen? Das ist eine große Frage. In diesem Kontext ist das Thema der Sprache eigentlich sekundär.

Natürlich müssen wir dafür sorgen, dass der Gottesdienst verständlich ist – in dem Rahmen in dem ein Verstehen überhaupt möglich ist. Wenn man zum Beispiel den Psalter übersetzt, das versichere ich Ihnen: 90 % der Menschen werden trotzdem nichts verstehen. Das ist eine sehr komplexe und abstrakte Frage, auf die man keine eindeutige Antwort geben kann.

Dennoch bleibt die Sprachbarriere eines der Haupthindernisse für diejenigen, die nicht die Fähigkeit besitzen, zwei Sprachen fließend zu beherrschen. Deshalb bin ich selbstverständlich verpflichtet, alles zu tun, um die Jugend nicht abzuschrecken und, im Gegenteil, jene herbeizuziehen, die noch nicht in der Kirche sind.

11. Fazit

Vestnik: Vor genau 50 Jahren, 1976, nahmen Sie als Hieromönch an den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum der Deutschen Diözese teil. Die nachfolgenden 50 Jahre Ihres Lebens dienten Sie der Kirche in Deutschland. Nun bereiten Sie sich auf das hundertjährige Jubiläum der Diözese vor. Was hat sich in dieser Zeit verändert?

Metropolit Mark: Schon die Tatsache, dass wir überhaupt ein Jubiläum feiern, ist eine Veränderung. Vor fünfzig Jahren haben wir es kaum gefeiert. Wir lebten einfach und waren dankbar unseren Vätern gegenüber, dass wir eine Kirche hatten. Über Jubiläen dachten wir damals kaum nach.

Vestnik: Welches Vermächtnis möchten Sie Ihrer Diözese hinterlassen?

Metropolit Mark: Dass alle an Gott glauben und diesen Glauben in Liebe umsetzen. Und dass sie aus dieser Liebe heraus täglich handeln – sowohl unter den eigenen Angehörigen als auch im weiteren Umfeld.

[1] Der Empfang beim Bundespräsidenten Johannes Rau fand am 25 September 2001 statt, als neue Schritte zur Aufnahme des Dialogs auf zwischenkirchlicher Ebene unternommen wurden. Johannes Rau war im Februar 2000 in Jerusalem gewesen,  einen Monat nach der gewaltsamen Aneignung durch Arafat des Klosters der Russischen Auslandskirche in Jericho. Er wusste, dass Erzbischof Mark für die Rückgabe des Klosters kämpfte. Es ist denkbar, dass dies eine besondere Motivation zur Einladung von Erzbischof Mark lieferte.

[2] Höchstwahrscheinlich war dies Alexander Awdejew, der zuvor an der Kampagne in den Massenmedien teilgenommen hatte, bei der es um die Forderungen ging, der Russischen Auslandskirche in Deutschland die Kirchen aus der Zarenzeit zu nehmen und in die staatlichen Hände der Russischen Föderation zu geben.

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