Aus dem Leben der Diözese: März - Mai 2026
- Der Bote
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Interorthodoxe Beziehungen
Am 3./16. März 2025 richtete Metropolit Mark ein Beileidschreiben an Seine Eminenz Metropolit Schio, den Statthalter des Patriarchenthrones der Georgischen Orthodoxen Kirche, anlässlich des Ablebens Seiner Heiligkeit Patriarch Ilia II. In dem Schreiben hieß es unter anderem:
„Eure Eminenz! Im Namen der Gläubigen der Deutschen Diözese sprechen wir Ihnen unser tief empfundenes Beileid zum Heimgang Seiner Heiligkeit Patriarch Ilia aus. Seine Heiligkeit hat die Georgische Orthodoxe Kirche mit Weisheit und geistlicher Besonnenheit geleitet. Dies durften auch wir, die Hierarchen in der Diaspora, erfahren, denen es vergönnt war, die kirchliche Einheit durch brüderliche Begegnungen und gemeinsame Gottesdienste zu festigen. In den Kirchen und Klöstern unserer Diözese beten wir für die Ruhe der Seele des neuentschlafenen Ersthierarchen und vertrauen darauf, dass der Herr Seinen Diener „mit den Heiligen“ in den Wohnungen der Gerechten ruhen lasse.“
Am Thomas-Sonntag stand Metropolit Mark dem Gottesdienst in der Münchner Gemeinde des Heiligen Erzengels Michael vor. Mit ihm zelebrierte als Gast der Georgischen Orthodoxen Kirche Metropolit Nikolaiv von Achalkalaki, Kumurdo und Kars.

Am 24. April / 7. Mai 2026 fand im Kloster des heiligen Hiob von Počaev in München ein Treffen des Ersthierarchen der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland, Metropolit Nikolaj von Ostamerika und New York sowie Metropoliten Mark mit dem Vorsitzenden des Kirchlichen Außenamtes des Moskauer Patriarchats, Metropolit Antonij, statt. An dem brüderlichen Gespräch nahmen ferner der Vikarbischof der Deutschen Diözese, Bischof Hiob von Stuttgart, der Sekretär des Bischofssynods der ROKA, Erzpriester Serafim Gan, sowie der stellvertretende Vorsitzende des Kirchlichen Außenamtes, Erzpriester Igor Wyschanow, teil. Zum Abschluss der Begegnung wurden Erinnerungsgaben ausgetauscht.
Offizielles. Bischöfliche Visitationen und Weihen
Während der Großen Fastenzeit spendeten die Hierarchen der Deutschen Diözese in zahlreichen Gemeinden das Mysterium der Heiligen Salbung. Metropolit Mark zelebrierte die Salbung in Berlin, Hamburg, Köln und München. Bischof Hiob spendete das Mysterium in Bochum, Bielefeld und Münster, beim Besuch in Kopenhagen und zelebrierte es ferner in Baden-Baden, Frankfurt am Main und Stuttgart.
Auf Einladung von Erzbischof Kyrill von San Francisco und Westamerika traf Bischof Hiob von Stuttgart am 15./28. März in San Francisco ein, um an der Bischofsweihe des Archimandriten Petr (Karakozov) zum Bischof von Seattle teilzunehmen.

Am 11./24. April 2026 wurde Priester Dimitrij Maschirow auf Grundlage seines Entlassungsschreibens aus der Diözese Wladikawkas in den Klerus der Deutschen Diözese aufgenommen und vorläufig der Münchner Kathedralkirche zugeteilt.
Am 27. April / 10. Mai 2026 besuchten der Ersthierarch der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland, Metropolit Nikolaj, sowie Metropolit Mark die Gemeinde der heiligen Märtyrerin Zarin Alexandra in Bad Ems. Während der Göttlichen Liturgie wurde Martin Schneider von Metropolit Nikolaj zum Diakon geweiht.
Jubiläumsfeierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Deutschen Diözese
Am 18. April / 1. Mai 2026 beging die Deutsche Diözese den 100. Jahrestag ihrer Gründung mit besonderen Feierlichkeiten. Den zentralen liturgischen Moment bildete die Feier der Göttlichen Liturgie. Den Vorsitz führte der Ersthierarch der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland, Metropolit Nikolaj von Ostamerika und New York. Ihm konzelebrierten die Hierarchen der Russischen Auslandskirche sowie Metropolit Petar von Prespa und Pelagonien (Erzbistum Ohrid), Erzbischof Tichon von Ruza, Leiter der Diözese von Berlin und Deutschland des Moskauer Patriarchats, der Leiter der Russischen Geistlichen Mission in Jerusalem, Archimandrit Roman (Krasovskij), sowie rund hundert Priester und Diakone der Deutschen Diözese und Gäste aus aller Welt. Während der Jubiläumstage befand sich die wundertätige Ikone der Gottesmutter "von der Wurzel" zunächst im Frauenkloster in Buchendorf und anschließend in der Münchner Kathedrale.

Im Verlauf der Göttlichen Liturgie wurde der verstorbenen Hierarchen, Geistlichen und Mitarbeiter der Deutschen Diözese in einer besonderen Totengedenk-Ektenie gedacht.
Vor dem Kleinen Einzug wurde Erzpriester Nikolai Artemoff in Anerkennung seines 45-jährigen Dienstes für Kirche und Diözese mit dem Recht ausgezeichnet, ein zweites Priesterkreuz zu tragen. Für ihren langjährigen Dienst in der Kirche wurden außerdem Erzpriester Józef Wowniuk, Vorsitzender des Geistlichen Gerichts der Deutschen Diözese, und Erzpriester Sergei Manoschkin mit dem Recht zum Tragen der Mitra ausgezeichnet.
Für ihre Verdienste um den Aufbau des Frauenklosters und ihren Beitrag zur Durchführung des Bischofskonzils wurde Äbtissin Maria (Sidiroupоulu), Vorsteherin des Klosters in Buchendorf bei München, mit dem Orden der Gottesmutterikone "von der Wurzel" ausgezeichnet.
Protodiakon Vadim Novinskij erhielt für seine langjährige Unterstützung der Diözese den Synodalen Znamenskij-Orden II. Klasse der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland.
Am Sonntag, dem 20. April / 3. Mai 2026, besuchten die Mitglieder des Bischofskonzils die Gemeinden der Deutschen Diözese und feierten dort die Göttliche Liturgie. Pontifikalämter fanden in Wiesbaden, Baden-Baden, Bad Kissingen, Stuttgart, Augsburg und Ingolstadt sowie in beiden Klöstern der Diözese statt. Dadurch konnten zahlreiche Gemeinden das Diözesanjubiläum gemeinsam mit den angereisten Hierarchen begehen.
Am Abend desselben Tages besuchten die Teilnehmer die Ludwig-Maximilians-Universität München. Dort wurden sie zunächst von der Vizepräsidentin der Universität empfangen, die den Beitrag orthodoxer Christen zum gesellschaftlichen Leben in Deutschland würdigte und insbesondere auf die Bedeutung der orthodoxen Theologie an der Universität hinwies.

Anschließend führte ein Rundgang durch die Gedenkstätte der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“, zu deren Mitgliedern auch der heilige Märtyrer Alexander von München (Schmorell) gehörte. Danach besuchten die Hierarchen die Ausbildungseinrichtung für Orthodoxe Theologie und informierten sich über Studieninhalte und die Besonderheiten der theologischen Ausbildung an der LMU als einer staatlichen Universität.
Den Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten bildete eine dreitägige internationale wissenschaftliche Konferenz, über die im Boten separat berichtet wird.
Verlagstätigkeit
Im April 2026 erschien im Kloster des heiligen Hiob von Počaev ein Ergänzungsband zu den 12 Minäen (Monatsgottesdienste). Der Band enthält die Gottesdienste zu sämtlichen Heiligen der Russischen Kirche, die in der Diaspora verherrlicht wurden, sowie weitere für die Russische Auslandskirche charakteristische Gottesdienste, die in den üblichen Minäen nicht enthalten sind.
Die Entstehungsgeschichte dieser Ausgabe reicht bis in die frühen 1990er Jahre zurück. Damals musste die Arbeit aus verschiedenen Gründen unterbrochen werden. Im Jahr 2024 wurde das Projekt wiederaufgenommen und rechtzeitig zum 100-jährigen Jubiläum der Deutschen Diözese erfolgreich abgeschlossen.
Der gesamte Band wurde in der Schriftart „Prorok“ gesetzt, die über viele Jahre hinweg von Erzbischof Agapit von Stuttgart (Gorachek; †2020) entwickelt und vervollkommnet wurde.
Zur Gestaltung des Werkes wurden Zierelemente verwendet, die in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre im Nachkriegsdeutschland als Druckklischees entstanden waren. Die Bruderschaft des Klosters fertigte von diesen Vorlagen unlängst neue Abzüge an, die anschließend sorgfältig restauriert und digitalisiert wurden.
Der Ergänzungsband wird künftig über die Kirchenläden des neuen Klosters in Seyfriedsberg sowie in München erhältlich sein. Bestellungen können bereits jetzt unter folgender Adresse aufgegeben werden: info@kloster-shop.com . Format: 30,3 × 22,7 cm. Umfang: 600 Seiten. Preis: 65 Euro.












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